Der Lippenstift-Effekt: Wachstum in der Schönheits- und Körperpflegebranche beim Onlinehandel

Der Online-Verkauf von Schönheits- und Körperpflegeprodukten steigt von Jahr zu Jahr und auch die Konsumentengewohnheiten und Trends ändern sich. Mit etwas mehr Einblick verstehen Sie die Branche besser, wohin sie sich entwickelt und was 2021 auf Sie zukommen könnte.

 

Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über bedeutende Statistiken und Nützliches rund um die Schönheits- und Körperpflegebranche.beauty_industry_ecommerce

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Übersicht zum Onlinehandel für Schönheits- und Körperpflegeprodukte

 

Als viertgrößte Branche im Bereich des E-Commerce spielt die Schönheits- und Körperpflegeindustrie eine wesentliche und gigantische Rolle in der Welt des Onlinehandels. 

 

Der Anteil an Konsumentinnen und Konsumenten, die 2020 ein kosmetisches Produkt gekauft haben, liegt bei 31,3 % (Quelle: Alioz). Trotz der weltweiten Pandemie, durch die Menschen ihr Gesicht mit einer Maske bedecken und seltener das Haus verlassen, sind die Umsätze im Beauty- und Körperpflegebereich Jahr für Jahr weiter gewachsen:

 

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Quelle: McKinsey & Company

 

Diese Zahlen scheinen überraschend, doch im Durchschnitt gibt eine Person pro Jahr unglaubliche 3.000 Dollar für Schönheits- und Körperpflegeprodukte aus.

 

Und das ist noch nicht alles: Für die Schönheitsbranche wird bis 2025 ein Umsatz von 716 Milliarden Dollar prognostiziert (Statista). Warum? Dafür gibt es mehrere Gründen, darunter die zu beobachtenden Trends von einem zum anderen Jahr und das, was Estée Lauder als „Lippenstift-Effekt“ bezeichnet. Dabei gönnen sich Menschen während eines wirtschaftlichen Abschwungs kleine Belohnungen, um sich besser zu fühlen.

 

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Der Zielmarkt und aktuelle Trends

 

Zunächst einmal ist es erwähnenswert, dass die Zielgruppe für Make-up-Käufe vielfältig ist und Inklusion einer der größten Trends für 2021 sein wird. Sehen wir uns nun jedoch einige der Trends an, die bei durchschnittlichen Konsumenten und Konsumentinnen zu beobachten sind.

 

Überraschenderweise sind die Umsätze mit Kosmetikprodukten zurückgegangen, da die Branche einen Wandel hin zu einem auf Hautpflege ausgerichteten Schönheitsverständnis erlebt. Motor dafür ist größtenteils die Generation Z, die Make-up-Artikeln den Rücken zuwendet. Die typischerweise hohen Ausgaben von Teenagern und jungen Erwachsenen nehmen ab. Stattdessen ist ein Anstieg bei der Hautpflege zu verzeichnen.

 

Trotz des Rückgangs macht die Kategorie Kosmetik derzeit den Großteil der Ausgaben für Schönheit und Körperpflege aus. Retail Dive berichtet, dass diese Kategorie 51 % des Nettoumsatzes der Branche darstellt, gefolgt von Hautpflege, Wellness und Parfüm mit 21 %, Haarpflege mit 19 %, Friseur- und Kosmetikdienstleistungen mit 4 % und „Sonstige“ mit 5 %.

 

Eine weitere überraschende Feststellung im Laufe des Jahres 2020 ist, dass der Kauf von Schönheitsprodukten eine direkte Handlung ist. Man könnte meinen, dass es sich dabei eher um Impulskäufe handelt, aber laut Kinsta ist für 85 % der Kundinnen und Kunden der Kauf eines Artikels der Ausgangspunkt für den Kauf eines weiteren.

 



Wo sollte ich meine Produkte verkaufen?

 

Sie haben sich also für den Verkauf von Schönheits- und Körperpflegeartikeln entschieden? Als nächstes sollten Sie sich überlegen, wie und wo Sie Ihre Produkte verkaufen wollen.

 

Die Antwort auf diese Frage hängt von den Produkten ab, die Sie verkaufen wollen, von Ihrem Zielmarkt und von Ihren internen Ressourcen.


eBay – Sie sind wahrscheinlich bereits mit der Funktionsweise von eBay vertraut. Dort können Sie Artikel entweder als Privatperson oder als Unternehmen verkaufen. Ein großer Vorteil von eBay ist die riesige Nutzerzahl der Plattform sowie die Tatsache, dass die Seite ihr eigenes Marketing anbietet, um die Besucherzahl auf der Seite zu erhöhen. Der größte Nachteil besteht in den Verkaufsgebühren. Für jeden getätigten Verkauf müssen Sie einen Anteil an eBay abgeben, was die Gewinnspanne erheblich schmälern kann. Sie werden auch mit Privatpersonen konkurrieren, die überflüssige Schönheitsprodukte verkaufen.

 
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Amazon – ähnlich wie eBay ist Amazon eine sehr beliebte Seite, auf der viele Menschen nach Produkten suchen. Der große Vorzug für den Verkauf auf Amazon gegenüber anderen ist die gute Funktionsweise des Versands durch Amazon für kleinere Artikel wie Kosmetik. Das kann eine Menge an logistischen Problemen beseitigen. Sie bezahlen Amazon jedoch pro Verkauf.

 

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Etsy – Bekannt dafür, kleinen Anbietern mit Handarbeit eine Plattform zu geben, ist Etsy ideal für die eher „handgefertigten“ Artikel. Wenn Sie Ihre Schönheits- und Körperpflegeprodukte selbst herstellen, könnte diese Plattform etwas für Sie sein. Zwar benutzen diese Seite weniger Menschen, aber bei nur $0,20 pro Eintrag ohne weitere Kosten könnte es eine tolle Möglichkeit sein, Ihren Zielmarkt mit geringeren Kosten zu erreichen.
 
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Ihre eigene Website – Für die technisch versierteren Händler bietet eine eigene Website tolle Möglichkeiten, das eigene Branding zu gestalten und generell viel mehr Flexibilität bei der Produktpräsentation. Der Nachteil ist, dass ein gewisses Maß an technischen Fähigkeiten erforderlich ist. Sie könnten einen Entwickler für die Erstellung Ihrer Website bezahlen. Dabei entstehen jedoch hohe Kosten, die erst nach einer langen Zeit wieder zurückgewonnen sind, wenn Ihre Produkte anfangs nur geringe Verkaufszahlen aufweisen. Auch das Marketing liegt an Ihnen, da es unwahrscheinlich ist, dass Ihre Website auf Anhieb eine große Menge an organischer Anziehungskraft entwickelt.




Vermarktung Ihrer Schönheitsprodukte

 

Es gibt eine Vielzahl von Plattformen und Möglichkeiten, die Sie nutzen können, wenn es um die Vermarktung Ihrer Produkte geht. Das Wichtigste ist, die Menschen auf allen Ebenen des Entscheidungsprozesses zu erreichen. Sie können Ihre Artikel Personen anzeigen, die Ihre Produkte vielleicht nicht kennen, aber am Beauty-Bereich interessiert sind, oder Personen, die nach Produkten suchen, die Sie verkaufen, sowie allen anderen. Hier sind einige Ideen und Plattformen für den Anfang:

 

Instagram

 

Nutzen Sie die bildbasierte Plattform mit interessanten und ansprechenden Hinguckern. Sie können wunderschöne selbst aufgenommene Bilder hochladen, Bilder Ihrer Kunden (mit Erlaubnis) teilen und einen Instagram-Shop erstellen, damit Menschen direkt auf der Plattform kaufen können.

 

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Influencer

 

Es gibt eine Menge Influencer in der Schönheits- und Körperpflegebranche. Je nachdem, wie viele Anhänger sie haben, sollten Sie sie bezahlen oder ihnen einfach einige Produkte schicken. Danach können diese die Erfahrungen mit Ihren Produkten an Follower weitergeben.

 

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Google Shopping

 

Google Shopping ist eine tolle Anzeigemöglichkeit, wenn potenzielle Kundschaft nach den Produkten sucht, die Sie verkaufen. Das funktioniert, indem Ihre Produkte mit der Suche des Benutzers oder der Benutzerin abgeglichen und ihm oder ihr Artikel in den Suchergebnissen angezeigt werden.

 

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Ein zusätzlicher Bonus: Sie können Ihren Feed verwenden, um diese Anzeigen zu bestücken (mehr zu Feeds später).

 

Andere Marketingmöglichkeiten

 

Diese Aufzählung ist eine sehr kurze aus der Vielzahl an Werbemöglichkeiten. Andere Plattformen, die Sie nutzen können (und in Betracht ziehen sollten), sind:

 

 

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Bewährte Praxisbeispiele für Verkäufer

 

Die Schönheit des Internets liegt darin, dass es für alles eine Nische gibt, und wenn Sie sich darauf spezialisieren, können Sie daraus ein zukunftsfähiges und ertragreiches Geschäft aufbauen.

~ Michelle Phan (Visagistin, Unternehmerin und YouTube-Star)

 

Wie Sie sehen können, gibt es große Chancen. Hier finden Sie einige Profi-Tipps, um das Beste aus Ihrem Platz am Schönheits- und Körperpflegemarkt herauszuholen.

 

  • Achten Sie auf das richtige Erscheinungsbild Ihrer Website. Bei der Gestaltung sollten Sie Ihre Zielgruppe im Auge behalten. Ist das Motto jung und hip, halten Sie zum Beispiel die ältere Generation fern. Typischerweise geht der Trend bei Beauty-Websites dahin, alles unglaublich einfach zu gestalten. Verzichten Sie auf komplizierte Menüs oder ungewöhnliche Navigation, sorgen Sie für eine klare Bildsprache und nutzen Sie Handlungsaufforderungen und Upsells, um den durchschnittlichen Bestellwert zu erhöhen.
  • Kommunizieren Sie mit Ihrer Kundschaft. Bieten Sie Kundensupport sowohl über soziale Medien als auch per Telefon, E-Mail und Live-Chat. Behalten Sie dabei im Kopf, dass die Generation, die der Motor für Hautpflege ist (Generation Z), typischerweise introvertiert ist. Wenn das also Ihre Zielgruppe ist, stellen Sie sicher, dass Kunden Sie rasch von einem Bildschirm aus erreichen können.
  • Überlegen Sie sich Strategien, wie Sie Ihren Umsatz steigern können. Üblicherweise werden diese sehr kundenorientiert sein; bieten Sie kostenlose Proben an, gestalten Sie die Rückgabebedingungen einfach und bemühen Sie sich um Verständnis Ihrer Zielgruppe und Kommunikation auf einer Ebene mit ihnen.
 
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Datenfeeds für Schönheitsprodukte

 

Wenn es um Ihre Schönheitsprodukte geht, kann ein System zum Feed- und Bestandsmanagement äußerst hilfreich sein.

 

Ein Feed ist im Wesentlichen ein Bestandsüberblick Ihrer Produkte, deren wichtigsten Eigenschaften und deren Verfügbarkeit. Wenn Sie in der Schönheitsbranche tätig sind, haben Sie höchstwahrscheinlich eine breite Palette an Produkten mit mehreren Artikelnummern (verschiedene Farben, Größen usw.). Das kann schon für einiges Kopfzerbrechen bei der manuellen Verwaltung von Lagerbeständen und der Vermarktung bestimmter Produkte sorgen. Das ist der Zeitpunkt, an dem ein Feed hilfreich sein kann. Durch die Automatisierung von Lagerbeständen können Sie erkennen, wovon Sie mehr benötigen, wo der Verkauf stockt und sicherstellen, dass Sie nicht mit Produkten werben, die nicht lagernd sind.

 

Um in diesem hart umkämpften Markt bessere Chancen zum Erreichen der Kundschaft zu haben, ist eine Feedoptimierung sinnvoll. Versuchen Sie dazu Folgendes:

 

  • Verwenden Sie Fotos mit hoher Bildqualität – Schönheit ist stark auf das Erscheinungsbild orientiert und Kunden kaufen mit den Augen. Nutzen Sie eigene qualitativ hochwertige Bilder und stellen Sie sicher, dass Sie Models innerhalb Ihrer Zielgruppe verwenden. Wenn Sie z. B. Produkte an Frauen über 50 verkaufen, sollten Sie Models um die 20 vermeiden.
  • Optimieren Sie Ihre Titel. Achten Sie darauf, dass Sie die wichtigsten Merkmale, nach denen Menschen suchen, in Ihren Titel aufnehmen. Eine gute Möglichkeit für die Reihenfolge Ihres Titels ist Marke + Produkttyp + Eigenschaften (Farbe, etc.). Vermeiden Sie dabei nichtssagende Wörter wie „wunderschön“, „von Models getragen“ usw.


Holen Sie das Beste aus Ihrer Produktbeschreibung heraus – das ist nicht der Zeitpunkt, einen Haufen Keywords unterzukriegen oder Unmengen an Inhalt anzubringen. Versuchen Sie stattdessen, hilfreiche Überschriften einzubauen, die den Text auflockern, und nützliche Antworten auf mögliche Fragen Ihrer Kunden zu geben. Ein guter Lesefluss ist entscheidend – das hält sowohl die Kunden als auch die Plattform-Algorithmen bei Laune.


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Fazit


Wie die obigen Ausführungen zeigen, entwickelt sich die Schönheitsbranche auf eine Art und Weise, die wir vielleicht nicht vorhergesehen haben, aber in Bezug auf das Wachstum bleibt sie widerstandsfähig. Das bedeutet, dass der Schönheits- und Körperpflegebereich eine ideale Gelegenheit für den Handel ist. Ihre Kunden zu verstehen und sie in ihrem Umfeld anzusprechen ist dabei entscheidend und kann sich sehr lohnen.

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Erstellt mit    von  DataFeedWatch

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